Erste siegt in Unterzahl mit 2:1

 

Mit einer phänomenalen Kampfleistung konnte die erste Mannschaft am Donnerstag das Nachholspiel in Pech gegen den SC  Ließem mit 2:1 für sich entscheiden und somit den Rückstand auf Tabellenführer Wachtberg auf einen Punkt verkürzen. Außergewöhnlich am Auswärtssieg der Wormersdorfer war hierbei, dass man die komplette zweite Hälfte mit zwei, die Schlussphase sogar mit drei Mann weniger agieren musste.

 

Wormersdorf begann überlegen und konnte den Ball über weite  Strecken der Anfangsphase in den eigenen Reihen halten. Ließem hingegen  stand tief und versuchte bei Ballgewinn schnell nach vorne zu spielen. Chancen gab es in Hälfte eins auf beiden Seiten, die Höhepunkte spielten sich aber außerhalb der Strafräume ab. Zunächst stellte der Schiedsrichter Ferhat Basbaydar mit Rot vom Platz. Über die Berechtigung des Platzverweises darf auf Wormersdorfer Seite nicht diskutiert werden. Dass kurz vor der Halbzeit auch Nico Metz mit Gelb-Rot vom Platz musste, sorgte jedoch selbst beim Publikum der Heimmannschaft für heiteres Gelächter. Zur Pause war der SVW nur noch zu neunt.

 

Ein aus der Not geborenes 4-3-1 System gepaart mit einer  vorbildlichen Lauf- und Kampfbereitschaft seitens der Gäste führte jedoch dazu, dass das Spiel auch in Halbzeit zwei offen blieb. Zwar hatten die Ließemer deutlich mehr Ballbesitz, Kapital wollten sie allerdings aus der gewonnen Freiheit nicht schlagen. Stattdessen konnten die Wormersdorfer aus einer guten Verteidigung heraus immer wieder Akzente nach vorne setzen und sich nach und nach sogar Torchancen herausspielen. Und tatsächlich gingen die Gäste in der 71. Spielminute in Führung. Ecke Oneis, Kopfball Mehl, 0:1.

 

Doch schon wenige Minuten später wartete der nächste Rückschlag auf die Wormersdorfer. Nachdem Thomas Mattick aus 5 Meter Entfernung einen Vollspannschuss an die vor dem Körper befindliche Hand bekam, erkannte der Schiedsrichter nicht nur auf Strafstoß, sondern auch noch auf Gelb für Mattick. Zu diesem Zeitpunkt war kaum ein Wormersdorfer noch nicht mit Gelb verwarnt. Der Elfmeter wurde sicher verwandelt – 1:1.

Wären die Gäste nun an der Grenze ihrer Moral und ihres Kampfgeistes angelangt, es hätte ihnen wohl niemand verdenken können. Stattdessen machten sie beinahe schon trotzig weiter und hielten das Spiel nach wie vor offen.  Die 84. Spielminute. Foul an Götschenberg aus der linke Halbposition. Daniel Schauf legt sich den Ball zurecht und als alle, einschließlich des Ließemer Torhüters, mit einer Hereingabe rechneten, wurde Schaufs Freistoß immer länger und senkte sich in den linken Winkel. 1:2! Grenzenloser Jubel beim SVW.

 

Der Sanktionskatalog des Unparteiischen gegenüber den Gästen schien nun endlich aufgebraucht und dennoch wartet schon der nächste Rückschlag. Daniel Schauf, der erst kurz vor seinem Traumtor eingewechselt wurde musste verletzt raus. Eine überstanden geglaubte Oberschenkelverletzung riss wieder auf und machte ein Weiterspielen unmöglich. Da zuvor schon Mehl und Brachmann eingewechselt worden waren, standen fortan nur noch 7! Feldspieler und der bärenstarke Torhüter Jürgen Breitkopf auf dem Feld. Aber auch diesem Rückschlag traten die Wormersdorfer mit Kampf gegenüber und verteidigten mit letzter Kraft die Führung bis, ja bis der Schiedsrichter dann doch noch den einen Pfiff ausstieß, über den man sich auch im Land der Liebe freuen konnte.

 

SVW: Breitkopf, Giger, Mattick, Gammel, Götschenberg, Metz, Steffens (74. Schauf), Oneis, Küpper (45. Brachmann), Basbaydar, Ohmert (45. Mehl)

 

Am Sonntag spielt die Erste Mannschaft bereits um 12:30 Uhr beim VfL Meckenheim. Das Spiel soll im Stadion stattfinden.

 

 

Ergenisse - Tabelle

 

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