NK Croatia Bonn - SV WORMERSDORF 0:12 (0:2)

Rouven-Ohmert-kManch älterer Zeitgenosse erinnerte sich an das legendäre Spiel am 29.04.1978 im Düsseldorfer Rheinstadion. Zumindest vom Ergebnis glich es diesem Klassiker. Rouven Ohmert alleine erzielte sieben(!!!) Treffer. Gegen sich selbst dezimierende Gastgeber schoss sich Wormersdorf den Frust der letzten Wochen aus den Trikots.

Die erste Viertelstunde war es ein ausgeglichenes, faires Spiel mit kleineren Chancen auf beiden Seiten. Ein schnell ausgeführter Einwurf von Kevin Steffens auf Alex Mehl, der flankte auf den langen Pfosten, Rouven Ohmert stand goldrichtig und nickte zum 0:1 aus kurzer Distanz ein (15.). Nicht unverdient – aber irgendwie glücklich. Es dauerte bis zur 30. Minute bis Sebastian Brüggemann von links flankte und sich dieser Ball zum Torschuss entwickelte, den der gegnerische Keeper an die Latte lenkte. Eine vorentscheidende Aktion war der Zweikampf zwischen Ohmert und einem gegnerischen Abwehrspieler, der sich nur unfair durchsetzen konnte und die „knallrote" Karte erhielt (Notbremse). Den fälligen Freistoß, 16,5 m vom Tor entfernt, setzte Brüggemann durch die löchrige Mauer zum 0:2 ins Netz (43.).

In Durchgang zwei dauerte es nicht lange bis es wieder klingelte. Ein genauer Pass von Steffens auf Fabian Lülsdorf, der sofort auf Ohmert weiterleitete, wurde durch den Goalgetter zum 0:3 verwandelt (50.). Nun lief das Spiel nur noch in eine Richtung und die Abwehr um den starken Nick Brachmann wurde kaum noch geprüft. Die Tore fielen nun fast im Minutentakt. Konter – Steffens Querpass auf Ohmert 0:4 (57.). 0:5 Ohmert (60.). Die Kroaten dezimierten sich durch eine gelb-rote Karte ihres Torwarts erneut und ließen sich nun regelrecht hängen. Thorsten Declair erhöhte per 25-m-Fernschuss zum 0:6 (65.). Einem Foul im Strafraum , verursacht an Daniel Schauf, folgte der Strafstoß von Alex Mehl zum 0:7 (70.). Declair passt auf Ohmert zum 0:8 (72.). Erneut Ohmert in der 74. Minute zum 0:9. Wiederum Alex Mehl, diesmal aus dem Spiel, zum 0:10 (78.). Ohmert mit seinem siebten Treffer zum 0:11 (80.) und Mehl mit seinem dritten Treffer zum 0:12, rundeten dieses Schützenfest ab. Weitere glänzende Chancen wurden nun aber, der hohen Führung geschuldet, leichtfertig vertan. Der Rheinländer würde sagen „läppsch". Trauriger Schlusspunkt, in einer insgesamt sehr fairen Partie, war der dritte Platzverweis eines Kroaten, der mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden war und sich frustriert verbal und gestenreich aufregte (87.). Dem Unparteiischen, Dirk Strelow, ein Kompliment für seine souveräne Spielleitung. Man würde sich so eine Refereeleistung wöchentlich wünschen.

Fazit: Nach anfänglichem Abtasten eine rundum souveräne Leistung, die hoffentlich Nachhaltigkeit erzeugt.

SVW: Breitkopf, Hinz, Brüggemann (79. Götschenberg), Brachmann (76. Giger), Gammel, Schauf, Steffens, Mehl, Declair, Ohmert, Lülsdorf,

Ergebnisse - Tabelle

 

SV WORMERSDORF II – SC Volmershoven-Heidgen 2:1 (2:0)

Underdog vs. „Upperdog" - Gegen den Tabellenvierten ging man eigentlich aus Außenseiter in die Partie. Wormersdorf überraschte durch Kampfgeist und Volmershoven konnte in den ersten 45 Minuten spielerisch nicht überzeugen. Mit einem ganz weiten Einwurf von Sascha Wenn lieferte dieser die Vorlage für Kris Schnau, der per Kopf das Leder versenkte (12.). Volmershoven war sichtlich schockiert und konnte mit dem Platz im zentralen Bereich des Spielfeldes nicht viel anfangen. Immer wieder liefen die Gäste in die vielbeinige Abwehr. Wormersdorf versuchte mit langen Bällen, des heute mit viel Ballgefühl ausgestatteten Markus Hupperich, das Mittelfeld zu überbrücken. Einen dieser Konter schloss Nico Metz mit dem 2:0 ab (28.).

Halbzeitfazit: Stark gekämpft und Glück im Abschluss. Nach dem Wechsel drückte Volmershoven die Heimmannschaft in die eigene Hälfte, war aber nicht mit Glück gesegnet. Eine Rettungsaktion von Felix Meyer landete am eigenen Außenpfosten. Der starke Luca Degen im Tor wäre machtlos gewesen. Der enorme Druck der Gäste wurde erst spät belohnt – 2:1 (75.). Kurz danach hatte Mario Strnad bei einem Konter Pech als er nur den Pfosten traf (78.). Dies wäre wahrscheinlich die Entscheidung in diesem Spiel gewesen. Die letzte Viertelstunde kann man mit Abwehrschlacht beschreiben, die mit Glück und Geschick von Wormersdorf bestritten wurde. Fazit: Aufgrund des kämpferischen Einsatzes ein glücklicher Sieg gegen einen spielerisch starken Gegner. Man konnte sich für die 2:1 Hinspielniederlage revanchieren.

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