Seltsame Begegnung: Croatia Bonn - SV Wormersdorf 0:1 (0:1)

 

Der 23. Mann war der „Beteiligte des Tages". Wenn man sich die aktuelle Tabelle angesehen hatte war eigentlich klar, wer Favorit in dieser Partie ist. Croatia verließ bisher viermal als Verlierer den Platz und Wormersdorf befindet sich in den höheren Regionen der noch neuen, und damit noch nicht aussagekräftigen Tabelle.

 

Wer aber dachte hier spielt Bayern gegen Freiburg, der wunderte sich spätestens nach 10 Minuten. Wormersdorf, mit mehr Spielanteilen, versuchte die harmlosen Gastgeber zwar mit gefälligem Spiel in Bedrängnis zu bringen, aber unterm Strich fehlte der „Biss". Croatia verteidigte mit Mann und Maus und war durch Konter ab und an im Wormersdorfer Strafraum. Nach Torchancen hätte es zur Halbzeit gut 4:0 oder 4:1 stehen können. Aber es kam alles ganz anders.

 

In einer Druckphase der Wormersdorfer pfiff der übertrieben kleinlich pfeifende Schiedsrichter auf berechtigten Foulelfmeter. Daniel Schauf entwischte seinem Gegenspieler und wurde unfair von den Beinen geholt (20.). Goalgetter Rouven Ohmert versuchte sein Glück, traf und „durfte" seinen souverän verwandelten Strafstoß wiederholen. Der wunderbare Referee hatte einen Wormersdorfer Spieler im Strafraum gesehen bevor der Schütze schoss. Regelauslegung klar – Wiederholung. Diesmal war das Glück nicht auf Wormersdorfer Seite. Der bis dahin unauffällige Croatia-Keeper hielt den Wiederholungsschuss.

 

Hauptakteur und Schwächster zugleich, Schiedsrichter ... hatte zufällig einen gute Minute (35.) als er den bis dahin erfolglosen, zweiten Stürmer Jörg Humburg nicht wegen Irgendwas zurückpfiff und dieser nach einer feinen Einzelleistung per Flachschuss zur verdienten 1:0 einschoss. Der völlig überforderte „Volleyballschiedsrichter" – Körperkontakt war verboten, zeigte wegen Meckern einige gelbe Karten. Das überaus faire Spiel wurde weiter zerpfiffen. Ohmert hatte in der 40. Minute die Möglichkeit zur Vorentscheidung – vergab aber durch Treffen des Innenpfostens.

 

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt: Der bemerkenswerte Referee blieb weiter im Mittelpunkt, da er seine eingeschlagene Linie der Spielleitung jetzt nicht mehr verändern konnte oder wollte. Im Laufe der zweiten Spielhälfte versuchte der Gastgeber verstärkt aber vergeblich den dann schmeichelhaften Ausgleich zu erzielen. Doch dem recht saftlosen Spiel blieb ein Highlight nicht erspart. Mitwirkender Nr. 1 verletzte sich ohne Feindeinwirkung in der 76. Minute. Das Spiel wurde nach einer 15 Minuten-Ratlosigkeit abgebrochen. Ob Wertung oder Neuansetzung der Partie entscheidet der Fußballkreis Bonn. Dem Hauptakteur, SchiRi ..., wünschen wir baldige Genesung (dies ist keine Ironie!). Vielleicht erwägt er trotzdem bei „gebrauchten" Tagen die Sportart zu wechseln, denn Fußball ist immer noch ein Mannschaftssportart, bei der Körperkontakt nicht verboten werden sollte. Nach der tollen Schiedsrichterleistung der Vorwoche (auch ein bemerkenswerter Sportsmann – allerdings mit wesentlich mehr Fortune in seinen Entscheidungen) ist man auf dem harten Boden der Regelauslegung der Kreisliga B wieder angekommen. Bitte solche Selbstdarsteller nicht mehr – sonst verliert man den Spaß an dieser Sportart. Aber nochmals gute Besserung an den Unparteiischen.

 

 

SVW: Breitkopf, Gammel, Götschenberg, Mattick, Brüggemann, Metz, Declair, Schauf, Humburg , Ohmert, Steffens (68.Liß)

 

Nächstes Wochenende 02.10.2011: SC Liessem gegen SV Wormersdorf , Anstoß 11.00 Uhr.

 

Ergebnisse - Tabelle

 

{backbutton}

   

facebook

© SV Wormersdorf 1946 e. V. 2010-2019