Dennis P7 Fragen - 7 Antworten, der Talk mit dem zweiten Trainer der ersten Mannschaft des SVW, Dennis Paffrath.

 

 

 

 

 

 

 

1 │ Dennis, in der Winterpause der vergangenen Saison hast du das Amt des zweiten Trainers übernommen. Beschreib uns mal, wie sich dein erstes „Trainerjahr“ entwickelt hat.

Es war für mich keine lange Überlegung in dieser Position Verantwortung zu übernehmen, da ich als A-Jugend Coach schon bei mehreren Vereinen Erfahrung gesammelt hatte. Darüber hinaus war für mich frühzeitig klar, den Verein trotz der sportlichen Talfahrt nicht verlassen zu wollen. Zunächst galt es, den Laden am Laufen zu halten und zumindest personell wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies ist uns in dieser sehr schweren Zeit gelungen und darauf bin ich auch ein wenig stolz.

Wie man aktuell bei den Sportfreunden aus Merzbach leider gesehen hat, war das kein Selbstläufer.

Mit dem Nachrücken der A-Jugendlichen und den externen Zugängen verfügen wir nun über eine neu zusammengewürfelte Mannschaft, die sich kennenlernt und zusammenwächst. Seit dieser Saison besteht die Möglichkeit seine eigene Philosophie reinzubringen. Es ist durchaus ein Lernprozess, aber mit der jungen Mannschaft macht es Spaß. Man merkt, dass die jungen Männer heute anders ticken, als noch vor 10 Jahren. Es ist in vielen Punkten eine Herausforderung, aber eine sehr schöne. Wir haben die Möglichkeit, dieser noch sehr unerfahrenen Mannschaft eine Handschrift zu verpassen. Das ist eine tolle Aufgabe.

2 │ Wie beschreibst du die Zusammenarbeit mit deinem Trainerkollegen Basti Küpper?

Durchaus Harmonisch. Basti und ich kennen uns schon sehr lange. Wir haben sowohl sportlich als auch menschlich häufig sehr ähnliche Vorstellungen und ergänzen uns sehr gut. Er ist einfach ein guter Typ.

Das passt!

 

3 │ Nach dem Abstieg folgte der „Neustart“ in der Kreisliga B. Wie zufrieden bist du mit dem Verlauf der Hinrunde?

Es ist schön, dass wir eine harmonische- und konkurrenzfähige Truppe aufbauen konnten. Es macht Spaß zum Fußball zu fahren. Das ist erstmal die Grundlage für ein ausgleichendes Hobby. Sportlich ist die Leistung der Mannschaft durchaus differenziert zu betrachten.

4 │ Die Mannschaft blieb weitestgehend zusammen und wurde vor der Saison punktuell verstärkt. Wo liegen die Stärken und Schwächen der Truppe und woran muss in der Winterpause speziell gearbeitet werden?

Das Torverhältnis von 43:43 spricht für sich. Die beste Offensive, aber auch die zweitschlechteste Defensive. Um ein Stück weit die Statistik zu bemühen: nach 60 Minuten pro Spiel haben wir ein Torverhältnis von 30:20. Wir haben 5 Führungen aus der Hand gegeben und nur zwei Spiele gedreht.

In diesem Zusammenhang lässt sich die Unerfahrenheit der jungen Truppe skizzieren. Was wiederum aber auch für das ungeheure Potential der Mannschaft spricht. Wir sind grundsätzlich auf einem sehr guten Weg, müssen uns jedoch noch im Bereich Organisation und gemeinschaftlichem Verteidigen über die vollen 90 Minuten verbessern. Dann ist perspektivisch eine Platzierung in der Spitzengruppe möglich.

5 │ Neben deinem Trainerjob spielst du auch noch selber. Worin siehst du die Schwierigkeiten und was sind vielleicht die Vorteile?

Der Abstand zur Mannschaft und wiederum der Abstand zur Mannschaft. Bei vielen Übungen sollte der Trainer am besten von außerhalb beobachten, dirigieren und eingreifen. Es ist schwierig einen Mittelweg zu finden, da man selber ja auch Trainings- und Spielpraxis benötigt um seine Leistung bringen zu können.

Auf der anderen Seite bekommt man durch die Nähe zum Team durchaus gewisse Schwingungen sehr früh mit, was einem hilft die internen Prozesse besser zu verstehen.

6 │ Jetzt ist erstmal Winterpause. Wie sieht deine persönliche Auszeit aus und welche Ziele hast du dir für die Rückrunde gesetzt?

Die Familie und das Studium profitieren aktuell von der zusätzlichen Zeit. Allerdings ist man gedanklich ja schon bei der Vorbereitung der Rückrunde, und somit relativiert es sich ein Stück weit.

Als Spieler würde ich gerne mal wieder selber treffen und natürlich verletzungsfrei bleiben. Mit dem Team möchte ich gerne mehr Punkte als in der Hinrunde einfahren und den Zuschauern weiterhin unterhaltsamen offensiven Fußball präsentieren.

7 │ Der SVW ist ein Dorfverein und nicht wenige sagen, „Der SVW ist eine Herzensangelegenheit.“ Du kennst den Verein auch schon über viele Jahre und bist nach einer Auszeit wieder zurückgekehrt. Warum eigentlich?

In Wormersdorf bin ich aufgewachsen und hier habe ich auch angefangen Fußball zu spielen. Wormersdorf ist meine Heimat. Da war es keine lange Überlegung, als die Anfrage kam. In Wormersdorf möchte ich die berühmten Stiefel dann auch gerne an den Nagel hängen.

Zuletzt möchte ich mich bei den Verantwortlichen für das Vertrauen bedanken. Um die Mannschaft und den Verein wird sehr viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Das ist herausragend und nicht selbstverständlich.

Weiterhin danke ich allen Beteiligten und wünsche einen guten Übergang zum neuen Jahr.

(Das Interview führte Sascha Wenn)

Dennis P

   

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